CloudZens Leitfaden mit Empfehlungen zur Kostenoptimierung für Microsoft-Workloads auf AWS (MACO) bietet Strategien, um neue und bestehende Microsoft-Workloads auf Amazon Web Services (AWS) zu optimieren. Er vermittelt Grundlagen, wirksame Techniken zur Kostensenkung und Referenzarchitekturen. Damit können Sie leistungsfähige, kosteneffiziente Lösungen entwickeln und automatisieren, die Ihre Geschäftsziele unterstützen. Der von einem Team aus 42 Branchenfachleuten entwickelte MACO-Leitfaden enthält Praxisbeispiele für die Kostenoptimierung von Microsoft-Workloads auf AWS.
Warum sollten Sie den MACO-Leitfaden nutzen? In einem wettbewerbsintensiven Umfeld ist es entscheidend, Kosten zu senken. Bei AWS ist Kostenoptimierung eine grundlegende Säule unseres Well-Architected Framework. Microsoft-basierte Anwendungen auf AWS sollten möglichst kosteneffiziente, Cloud-zentrierte Architekturmuster verwenden. Bei einer ersten Cloud-Migration wird häufig ein Lift-and-Shift-Ansatz gewählt, der nur wenige Änderungen erfordert und vorhandene Funktionen erhält. Ohne einen einheitlichen Rahmen kann es jedoch schwierig sein, Kosten gründlich zu analysieren und notwendige Änderungen umzusetzen.
Der MACO-Leitfaden bietet diesen Rahmen als verlässliche Orientierung für Ihre Ziele bei der Kostenoptimierung.
Wie lassen sich die Kosten von Microsoft-Workloads während der Migration zu AWS optimieren?
Kostenoptimierung ist ein fortlaufender, iterativer Prozess. Sie ist sowohl im laufenden Betrieb als auch während einer Migration möglich. Ein hilfreiches Werkzeug ist das AWS Optimization and Licensing Assessment (OLA). Es identifiziert Möglichkeiten, Workloads beim Übergang von lokalen Systemen zu AWS zu optimieren. Dieses kostenlose Programm ermöglicht neuen und bestehenden Kunden, lokale und Cloud-Umgebungen zu bewerten und Workloads passend zu dimensionieren, um Ressourcen effizienter zu nutzen.
Das OLA analysiert die tatsächliche Nutzung von Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Speicherplatz und berücksichtigt außerdem Lizenzen von Drittanbietern sowie Anwendungsabhängigkeiten. Mit den erhobenen Daten können Sie fundierte strategische Entscheidungen treffen, Ihre Cloud-Migration verbessern und Kosten senken.
Für ein OLA gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können die Ergebnisse vorhandener Überwachungswerkzeuge als Datei für eine Analyse durch AWS bereitstellen. Für eine gründlichere Untersuchung können Sie ein Werkzeug wie Migration Evaluator verwenden. Es erfasst Nutzungsdaten über Betriebssystem-Agenten während eines Zeitraums von 14 bis 30 Tagen und ermöglicht so eine umfassende Analyse Ihrer Workloads.
Auf Grundlage dieser Daten kann AWS Empfehlungen zur Instanzgröße erstellen, die auf das Nutzungsverhalten Ihrer Anwendungen zugeschnitten sind. Nach der Analyse erhalten Sie einen ausführlichen Bericht mit Ergebnissen und umsetzbaren Empfehlungen, um Ihre Umgebung vor Beginn der Migration zu optimieren. So können Sie fundierte Entscheidungen für mehr Effizienz und geringere Kosten treffen.
Typische lokale Drei-Schichten-Architektur:

Cloud-zentrierte AWS-Architektur:

Das Team von CloudZen Innovations nutzte Werkzeuge wie Migration Evaluator und das AWS Optimization and Licensing Assessment (OLA), um unsere Migration zu AWS zu unterstützen. Sie machten die bestehende lokale Umgebung sichtbar und zeigten Möglichkeiten auf, Lizenzen zu optimieren, Ausfallzeiten zu minimieren und die Kosten für Rechenleistung durch eine passende Dimensionierung der Workloads in der Cloud zu senken.
Nach der erfolgreichen Migration unserer Windows-Server- und SQL-Server-Workloads zu AWS sanken die jährlichen Betriebskosten um 35 %. Die Migration erhöhte außerdem die Systemverfügbarkeit und verbesserte die Kostenkontrolle. Zusätzlich beschleunigte sie die Entwicklung neuer Dienste: Statt Monaten dauerte sie nur noch Tage und stärkte so die Innovationsfähigkeit unseres Teams.
Wie lassen sich die Kosten bestehender Microsoft-Workloads auf AWS optimieren?
Der AWS-MACO-Leitfaden enthält mehr als 40 Strategien zur Kostenoptimierung speziell für bestehende Microsoft-Workloads auf AWS. Wenn Sie mit der Optimierung beginnen möchten, sind eine passende Dimensionierung der Ressourcen und geringere Kosten für Rechenleistung oft die wirksamsten Ansätze.
Das AWS Optimization and Licensing Assessment (OLA) kann die Kosteneffizienz Ihrer AWS-Umgebungen verbessern. Es bewertet bestehende AWS-Umgebungen und liefert Erkenntnisse zur tatsächlichen Ressourcennutzung, zu Lizenzen von Drittanbietern und zu Anwendungsabhängigkeiten. Durch die Analyse Ihrer aktuellen Bereitstellungen, der Anwendungsleistung und der Lizenzvereinbarungen kann AWS passende Empfehlungen für die Ressourcenverteilung geben. So entsteht ein klarer Weg zur Kostensenkung, der vorhandene Lizenzinvestitionen auf die Anforderungen Ihrer Anwendungen abstimmt: Sie zahlen nur für das, was Sie tatsächlich benötigen.
Dimensionieren Sie Ihre Compute-Workloads mit AWS Compute Optimizer passend.
AWS Compute Optimizer empfiehlt effizientere Rechenressourcen für Ihre Workloads, um Kosten zu senken und die Leistung zu verbessern. Dazu analysiert der Dienst die Konfigurationen und Nutzungsmetriken Ihrer vorhandenen Amazon-EC2-Instanzen und empfiehlt geeignete EC2-Instanztypen.
Der AWS-MACO-Leitfaden zeigt, wie sich die Ergebnisse von AWS Compute Optimizer verbessern lassen. Im Abschnitt zur passenden Dimensionierung von EC2 heißt es, dass Kunden durch Empfehlungen von AWS Compute Optimizer durchschnittlich 327 % der Kosten einsparen können. Dafür wird auf EC2-Instanzen der Amazon-CloudWatch-Agent installiert, um Metriken zur Arbeitsspeichernutzung zu erfassen.
Zusätzlich zur passenden Dimensionierung kann AWS Compute Optimizer die Lizenzkosten für Microsoft SQL Server um bis zu 74 % senken. Der Dienst erkennt automatisch Möglichkeiten, SQL-Server-Editionen für EC2-Instanzen mit eingeschlossener Lizenz und für Instanzen mit eigener Lizenz (BYOL) herabzustufen.
Um die laufenden Kosten für Rechenleistung weiter zu senken, können Sie Savings Plans in Betracht ziehen. Nach der passenden Dimensionierung der Workloads lassen sich damit Kosten für die dauerhafte Nutzung von Amazon EC2, AWS Lambda, AWS Fargate und Amazon SageMaker senken. Dieses flexible Preismodell bietet gegenüber On-Demand-Preisen Rabatte, wenn Sie sich für ein oder drei Jahre zu einem gleichbleibenden stündlichen Ausgabenbetrag für Rechenleistung verpflichten.
Für einen übersichtlicheren Optimierungsprozess bietet sich der AWS Cost Optimization Hub an. Er vereinfacht die Verwaltung von Savings-Plans-Empfehlungen und Möglichkeiten zur passenden Dimensionierung mit AWS Compute Optimizer. Über ein Dashboard können Sie Empfehlungen zur Kostenoptimierung über AWS-Konten und Regionen hinweg finden, filtern und zusammenfassen.
Technologiespezifische Optimierungsmethoden finden Sie im MACO-Leitfaden. Wenn Sie die Möglichkeiten zur passenden Dimensionierung ausgeschöpft haben und weitere Strategien zur Kostensenkung suchen, enthält er Hinweise zu .NET-Anwendungen, Windows-Containern, SQL Server, Active Directory und Speicher.
Was kommt nach der Optimierung?
Wenn Sie eine Anwendung innerhalb ihrer bestehenden Struktur so weit wie möglich optimiert haben, folgt häufig die Modernisierung. Diese umfasst Anwendungscode, Infrastruktur und Datenbanken. AWS bietet verschiedene Werkzeuge und Dienste zur Modernisierung von Anwendungen; der MACO-Leitfaden behandelt sie ausführlich.
Bei .NET-Workloads ermöglicht der Wechsel zu plattformübergreifendem .NET den Betrieb von Anwendungen auf Linux. Dadurch sinken die Lizenzkosten für Windows Server deutlich; die Gesamtbetriebskosten pro Server können häufig um mindestens 25 % sinken. .NET-Anwendungen auf Linux können außerdem AWS-Graviton-ARM-Prozessoren nutzen, die gegenüber x86-Prozessoren ein um 45 % besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das AWS Toolkit for .NET Refactoring unterstützt den schnelleren Übergang von .NET-Framework-Anwendungen zu Cloud-nativen Lösungen auf AWS.
Ein führender Fertigungskunde von CloudZen modernisierte seine monolithische .NET-Framework-Altanwendung erfolgreich zu einer .NET-Microservices-Architektur auf AWS und erzielte dabei Kosteneinsparungen von 65 %. Mit Unterstützung des CloudZen-Teams senkte er die Ausgaben für Windows-Lizenzen, erhöhte seine Agilität und beseitigte Skalierungsengpässe der bisherigen Architektur.
Bei SQL-Server-Workloads können durch die Migration zu quelloffenen oder spezialisierten Datenbanken häufig erhebliche Lizenzkosten vermieden werden. AWS bietet Babelfish für Aurora PostgreSQL. Damit können Kunden von SQL Server zu einer quelloffenen relationalen Datenbank wechseln, ohne die Frontend-Anwendung umfassend ändern zu müssen. Laut MACO-Leitfaden können beim Wechsel von SQL Server Enterprise Edition auf Amazon EC2 zu Aurora PostgreSQL Einsparungen von bis zu 70 % erzielt werden.
BMC Software modernisierte seine Datenbank-Workloads durch die Migration von Microsoft SQL Server zu Amazon Aurora. Dadurch sanken die AWS-Infrastrukturkosten um 42 %, die SQL-Server-Lizenzgebühren entfielen und die Produktivität des Datenbankteams stieg um mehr als 60 %.
Wenn Sie die Vorteile einer Modernisierung Ihrer Workloads prüfen möchten, unterstützt Sie das CloudZen-Team gern mit fachlicher Beratung.
Fazit
Ein kostenoptimierter Workload nutzt Ressourcen bestmöglich, erzielt Ergebnisse zu möglichst geringen Kosten und erfüllt die funktionalen Anforderungen. Das Team von CloudZen Innovations verfügt über Fachleute, die mit Ihnen die Kostenoptimierung Ihrer Workloads besprechen können. Wenden Sie sich noch heute an Ihr AWS-Account-Team, um Ihre Kostenoptimierung anzustoßen.
Geben Sie Ihren Microsoft-Anwendungen die Infrastruktur, die sie für Ihre Geschäftsziele benötigen. Unsere AWS-Fachleute beraten Sie zu passenden Lösungen für Ihre Microsoft-Workloads. Kontaktieren Sie uns und starten Sie Ihre Migration und Modernisierung!